kloster Engelport OMI
 
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Geschichte von 1220 bis heute
  1. Gründung 1220    

Der Legende nach waren dem Ritter Emelrikus von Monreal aus dem nahen Fankel bei einer Jagd zwei Engel mit brennenden Kerzen und klingenden Glöckchen erschienen. An dieser Stelle baute er Kirche und Kloster und berief Zisterzienserinnen aus dem bei Simmern gelegenen Klosterkumbd hierher. Wegen unzu-
reichender Lebensbedingungen kehrten diese bald wieder in ihr Heimatkloster zurück.

 
Zusätzlich verbrachten hier von 1919 bis 1968 junge Männer ihr Probejahr, das Noviziat, bevor sie ihre Gelübde ablegten und ihr Studium der Theologie begannen, um Priester zu werden.
Seit 1974 dient das Kloster als Tagungs- und Exerzitienhaus. 1997 erfuhr es für diese Aufgabe eine gründliche Renovierung. 46 Einzel- bzw. Doppelzimmer mit Dusche und WC, Gruppen- und Vortragsräume und ein gemütlicher Klosterkeller stehen zur Verfügung. Maria Engelport lädt zu Zeiten der Besinnung, der geistlichen Erneuerung und der religiösen Weiterbildung ein. Es werden Exerzitien, Seminare und Tagungen durchgeführt.
Das Haus lässt Menschen zur Ruhe kommen und ausspannen; die Umgebung lädt zu Wanderungen ein, zu Ausflügen an die nahe Mosel und in den Hunsrück.
Mit ihren Bitten wallfahren Menschen zu  "Unserer lieben Frau von Maria Engelport".
Neben dem eigenen Kursangebot  (aus dem Jahresprogramm ersichtlich) sind Gruppen mit eigener Kursleitung und Einzelgästen herzlich willkommen.
Kloster Maria Engelport ist in Deutschland die zweite Niederlassung der "Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria '' ; so der vollständige Name ( OMI ist die Abkürzung ). Die erste Niederlassung (1895) ist das Bonifatiuskloster in Hünfeld bei Fulda; daher sagt der Volksmund auch "Hünfelder Oblaten". Eugen von Mazenod, 1782 in Aix-en-Provence geboren, gründete dort 1816 eine Gemeinschaft von Priestern und Brüdern. Diese machten sich zur Aufgabe in den Gemeinden das religiöse Leben, das durch die französiche Revolution vernichtet war, wieder aufzubauen. Mit der päpstlichen Anerkennung (1826) und durch Übernahme des Bischofsamtes von Marseille durch Eugen von Mazenod erfuhr die Gemeinchaft einen weltweiten Aufbruch. 1861, im Todesjahr Eugen von Mazenods, zählte sie rund 400 Mitglieder. Heute sind etwa 4500 Oblaten in 68 Länder der Welt tätig. Die Heiligsprechung erfolgt 1995 durch Papst Johannes Paul II. Das Kloster Maria Engelport wurde im idyllischen Flaumbachtal, einem Seitental der Mosel erbaut.
2. Gründung 1265  

Graf Philipp II. von Wildenburg bei Treis gründete ein neues Kloster. Prämonstratenserinnen, die der Leitung der Abtei Steinfeld in der Eifel unterstanden, zogen ein. Beatrix, die Tochter des Grafen Philipp II. war die erste Priorin. Sie starb im Rufe der Heiligkeit.
1648: Das im Dreißigjährigen Krieg mehrfach geplünderte und verwüstete Kloster wurde wieder aufgebaut
1794: Das Kloster fiel den französischen Revolutionskriegen zum Opfer. Die Klosterfrauen mussten fliehen und konnten nicht mehr zurück. Das Inventar des Klosters wurde verschleudert; der größte Teil des Gebäudes auf Abbruch versteigert und niedergerissen. An das alte Kloster erinnern im jetzigen Klosterhof die ehemalige Alte Kirche und die Umfassungsmauer.

 
3. Gründung 1903  
Aufgrund der Bemühungen des Pastors Haubrich von Pommern bauten die " Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria '' das jetzige Kloster Maria Engelport an der alten Stätte wieder auf. Das Bild unserer Lieben Frau von Engelport (aus dem Nachlass von Domkapitular Hulley in Trier) kam 1913 - durch Pastor Haubrich - ins Kloster. Es ist das Werk eines Meisters aus der Kölner Schule. Derselbe große Wohltäter des Klosters schenkte ein Jahr später 1914, zum Dank für eine wunderbare Rettung bei einem Unfall, die Anna-Selbdritt-Statue mit dem Altaraufsatz. Beides stammt ebenfalls aus dem Nachlass von Domkapitular Hulley.
Der Staat hatte die Genehmigung zum Wiederaufbau an eine Bedingung geknüpft. So wurde das neue Kloster eine Kolonialschule zur Ausbildung von Missionsbrüdern für die damalige deutsche Kolonie Südwestafrika, dem heutigen Namibia.