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Wir Menschen brauchen immer wieder eine Aus-Zeit, ein Heraustreten aus dem Alltag mit seinen Herausforderungen.
Das Eintauchen in die Stille, das Herunterfahren in ein äußeres und inneres Schweigen, das Erleben der Schöpfung, persönliches und gemeinsames Beten, das Lesen und Betrachten der Bibel, die Feier der Heiligen Messe, die eucharistische Anbetung, Wege der Versöhnung mit Gott, mit sich und den Mitmenschen, gedankliche Impulse, Vorträge und Gespräche mit einem Begleiter…
Solche und ähnliche Elemente können helfen, einen neuen Blick auf sich selbst zu gewinnen und seinen Weg zu Gott zu finden. Es kann das „Wissen“ wachsen, dass ER durch seine Kraft und seinen Geist befähigt, als befreite und geheilte, als mutige und entschiedene Christen unser Leben neu in Blick zu nehmen und zu gestalten.
Ob das nun Exerzitien in einer Gruppe oder als Einzelner sind, bei einem „Stillen Wochenende“ oder einem Einkehrtag, bei einem oder einer Reihe von Gesprächen… „Blättern“ Sie in unserem Programm oder rufen Sie uns an.
Wir finden sicherlich den für Sie guten Weg!
Auch eine Wallfahrt kann eine intensive Zeit werden, in der ein Mensch zu Gott und damit sich findet. Das „sich auf den Weg machen“, „unterwegs sein“ und schließlich „ankommen“ sind verschiedene Ausdrücke für den Glaubensweg des Menschen. Heilige können auf diesem Weg eine gute Hilfe sein.
In Engelport war im 14. / 15. Jahrhundert die Wallfahrt zur hl. Mutter Anna sehr lebendig. Frauen aus dem Umland kamen, um mit und durch die Mutter der Mutter Gottes ihre Sorgen und Nöte im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt und Erziehung der Kinder Gott anzuvertrauen.
Allmählich trat die Verehrung der Gottesmutter Maria selbst in den Vordergrund, und aus dem „Kloster Engelport“ wurde „Kloster Maria Engelport“. Um das Jahr 1600 kam durch eine Schenkung eine Marienstatue nach Engelport, die die Klosterfrauen bei ihrer Flucht im Jahr 1794 mit sich nahmen. Ob die im Jahr 1913 von Pastor Haubrich aus Pommern dem Kloster geschenkte Statue wirklich die alte Statue ist, konnte nie bewiesen werden. Auf jeden Fall wird sie seit nun bald 100 Jahren als Gnadenbild verehrt und eine Reihe von Votivtafeln zeugen von der Überzeugung vieler Gläubiger, hier Erhörung in ihren Anliegen gefunden zu haben.

Einige noch existierende Fußwallfahrten aus den umliegenden Ortschaften, aber auch zunehmend viele Busgruppen haben „Unsere Liebe Frau von Engelport“ als Ziel ihres Weges. Die Patres des Klosters mühen sich um die geistliche Begleitung, unsere Küche um das leibliche Wohl.
Im Kriegsjahr 1915 wurde neben der Klosterkirche mit der Hilfe von russischen Kriegsgefangenen ein Nachbau der Grotte von Lourdes errichtet und der „himmlischen Friedenskönigin“ geweiht. Auch hier brennen viele Kerzen und viele Motorradfahrer machen hier einen kurzen Halt.

Ob im Mittelalter jemals sog. Jakobuspilger auf ihrem Weg nach dem spanischen Santiago de Compostela in Engelport vorbeikamen, ist (noch) nicht belegt. Aber heute führt der „Mosel - Camino“ (von Koblenz nach Trier), der sich wachsender Bekanntheit und Beliebtheit erfreut, hier vorbei. Viele Pilger nutzen Engelport auch als Ziel einer Tagesetappe.
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