kloster Engelport  
OMI
 
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Archiv
21.01.2012 - Br. Josef  -  ein Engelporter „Urgestein“   08.12.2011 - Zum Tod von Pater Johannes Beringer OMI
    04.12.2011 -  Wiedereinweihung der Marienkapelle
    01.10.2011 -  Sanierung der Marienkapelle
    09.08.2011 -  Das „neue“ Turmkreuz
    09.07.2011 -  Ausstellung Intarsien
    21.05.2011 -  Gedenken an den Gründer der Oblaten
    15.05.2011 -  Das Kloster Maria Engelport ohne Turmkreuz
    13.04.2011 -  Ausstellung Seelenbretter
    16.03.2011 -  Zum Gedenken an P. Bernhard Schinke OMI
    25.01.2011 -  Oblatenorden seit 195 Jahren
    19.12.2010 -  Tankstelle Kloster
    15.08.2010 -  Engelporter Kirmes - Missionsfest
    01.05.2010 -  SWR 3 bei „Bergmesse“
    11.04.2010 -  Goldenes Priesterjubiläum von P, Johannes Beringer OMI

Br. Josef  -  ein Engelporter „Urgestein“

Br. Josef Overkämping OMI feiert sein Diamantenes Ordensjubiläum

Bruder Josef Overkaemping
Der Jubilar

Wenn man ihn sieht, mag man es nicht glauben, aber am 08. Dezember sind es 60 (sechzig!) Jahre her, dass der damals noch nicht ganz Zwanzigjährige sich durch Gelübde an die Ordensgemeinschaft der „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“ (OMI) band. Im kommenden Januar wird er 80 Jahre alt, und im September darauf sind es 60 Jahre, dass Br. Josef zum Kloster Engelport gehört! Wahrlich, ein „Urgestein“…

Gründe genug für die Klostergemeinschaft, mit ihm, seinen Angehörigen und Freunden ein Fest zu feiern, zumal durch eine zwischenzeitlich notwendig gewordene Operation die Planung ins Stocken gekommen war. Aber nicht auch zuletzt die gute Pflege im Seniorenstift St. Katharina in Treis hat dazu beigetragen, dass er voller Freude auf das kommende Fest schauen kann.

Geboren im westfälischen Rhede als sechstes von sieben Kindern kam Josef schon früh mit den Oblaten in Kontakt. Oblatenpatres aus dem nahegelegenen Borken kamen immer wieder in seine Heimatgemeinde. So wuchs schon in dem Kind der Wunsch, auch Oblate zu werden. Über die Schulen der Oblaten in Burlo und Schiefbahn führte ihn schließlich sein Weg 1949 nach Hünfeld bei Fulda, wo er im Garten arbeitete und dann seine Ersten Gelübde ablegte.

Schon im Spätsommer 1952 kam er dann ins Flaumbachtal und sollte in der Landwirtschaft mitarbeiten. Als Sohn eines Landwirts fühlte er sich schnell heimisch und bald war er verantwortlich für die Pflege der Milchkühe.

Seine ursprüngliche Liebe zur Gärtnerei hat ihn aber nie verlassen und so wurde „Br. Josefs Blumen- und Kräutergarten“ fast sprichwörtlich. Wohl jeden Tag war er in seinem Reich und erzählte unermüdlich den Gästen des Klosters und den vorbeikommenden Spaziergängern und Wanderern von diesen Gaben der Schöpfung. Sogar das Fernsehen interessierte sich für ihn und machte sein strahlendes Lachen bekannt.
Eine weitere Leidenschaft war und ist für ihn das Singen. Im Klosterkeller hat er viel mit kleineren oder auch größeren Gruppen gesungen. Vor allem seine selbstgedichteten Lieder sind legendär geworden.

Am Samstag, den 21. Januar 2012, werden wir mit Br. Josef im Kloster Engelport feiern. Um 10 Uhr 30 wird das Dankhochamt sein, das der MGV Liesenich mitgestalten wird.

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Zum Tod von Pater Johannes Beringer OMI

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Pater Beringer

Nach über 56 Jahren als Ordensmann und nach über 51 Jahren als Priester verstarb unser Mitbruder am 08. Dezember 2011 im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz.

„Den Armen das Evangelium zu verkünden hat mich der Herr gesandt!“
(Lukas 4,18)

Diesen Wahlspruch der „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“ hatte unser Mitbruder sein Leben lang zu verwirklichen versucht.
Geboren als „Koblenzer Schängel“ am 24. Mai 1930 hat er diese charakterliche Prägung nie verloren. Seine humorvollen Spitzfindigkeiten machten ihn überall dort, wo er später seinen priesterlichen Dienst ausübte, beliebt und unvergessen.
Nach der Volksschule in Koblenz ging er auf die Schule der Oblaten in Burlo/Westfalen. In Borken legte er 1954 das Abitur ab, dem sich ein Jahr als Novize in Engelport anschloss. Damit begann er sein Ordensleben bei den Oblaten.
Seine philosophischen und theologischen Studien schloss er 1961 an unserer Hochschule in Hünfeld bei Fulda ab. Bereits im Jahr 1960 wurde er dort am Palmsonntag, den 10. April, zum Priester geweiht.
Im Vorgriff auf seine spätere Tätigkeit als Gefängnispfarrer in Saarbrücken studierte er an der Universität Mainz in den Jahren 1961 und 1962 Psychologie und Kriminologie.
Zunächst waren dann verschiedene unserer Klöster (Lahnstein, Gelsenkirchen, Aachen) für acht Jahre Ausgangspunkte seines Dienstes als Gemeindemissionar. Im Jahr 1970 wurde er schließlich „sesshaft“. In der Seelsorge für rund 800 Strafgefangene, „vom kleinen Strauchdieb bis zum Mörder“ wie er immer wieder schmunzelnd sagte, fand er Erfüllung.
Im Jahr 1988 kam er zurück in unser Kloster Maria Engelport, um von hier aus die Pfarrei Mastershausen zu übernehmen. Auch als er im Jahr 2000 in den „Ruhestand“ ging, blieb er dem Hunsrück treu. Unzählige Gottesdienste konnte er trotz seiner allmählich schwächer werdenden Gesundheit und der damit verbundenen Operationen feiern und als Gesprächspartner und Beichtvater war er im Kloster Engelport immer gefragt. Unermüdlich war er für die Menschen da.
Im vergangenen Jahr konnten wir mit ihm voll Dankbarkeit sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. Er war guter Hoffnung, dass es so noch weiter gehen würde. Seinen Urlaub im nächsten Jahr hatte er schon abgesprochen…
Aber seine Kräfte waren doch so aufgebraucht, dass eine „einfache“ Erkältung und die daraus folgende Lungenentzündung genügte, um seinen Lebensweg innerhalb eines Tages und für Alle völlig überraschend zu seinem Ziel zu führen.
Der Gekreuzigte und Auferstandene,
den er mit Hingabe und Eifer verkündet hat,
dem er sein ganzes Leben widmete,
ER vollende sein Leben!

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Das Oblatenkreuz von Pater Beringer

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Die Wiedereinweihung der Marienkapelle


Die tiefen Risse in der Mauer unserer Marienkapelle kann man von außen noch gut sehen. Das ist beabsichtigt. Aber innen ist nichts mehr zu sehen und die Fachleute sagen uns, dass das auch so bleiben wird.
Die Firmen Führ-Bauwerksabdichtungen aus Lütz für die Maurerarbeiten und Layendecker aus Treis für das Ausmalen der Kuppel haben ihr Bestes gegeben, und das Ergebnis konnte jeder begutachten. Unsere beiden Hausmeister, die Herren Günther Bröhl und Jürgen Schmidt waren eifrige und gelehrige Helfer.
Schauen Sie sich doch (nochmals) die Bilder in dem Artikel „Sanierung der Marienkapelle…“ auf unserer Seite „Archiv“ an.
Hier zwei Bilder, die Ihnen den Unterschied zeigen können:

Die neue Marienkapelle    Die neue Marienkapelle
     Die neue Marienkapelle                                                         Detail

Für diese Arbeiten musste die Statue „Unsere Liebe Frau von Engelport“ aus ihrer Verankerung und von dem Strahlenkranz gelöst werden. Damit sie während dieser Phase der Arbeiten doch in der Kirche bleiben und der Verehrung durch die Gläubigen zugänglich bleiben konnte, wurde sie  -  ohne den Strahlenkranz  -  auf dem Josefsaltar befestigt. Von dort musste sie dem Aufbau der Krippe weichen, was die Möglichkeit ergab, sie in der Sakristei in aller Ruhe ganz behutsam zu reinigen. Es hatte sich doch einiges an Staub und Kerzenruß angesammelt. Aber eine Restaurierung im eigentlichen Sinn erwies sich als nicht nötig.
Schließlich war es soweit: die Statue konnte wieder mit dem Strahlenkranz verbunden und in der Marienkapelle neu verankert werden.

Die neue Marienkapelle   Die neue Marienkapelle
Die Kuppel                                                                                       Detail

Da unser Spendenaufruf von der Fa. Führ und von einer Reihe Privatpersonen mit großen und vielen kleineren Spenden beantwortet worden ist, konnte die Klostergemeinschaft beruhigt zur Wiedereinweihung einladen.
Am 2. Advent versammelten sich die Handwerker und viele Gläubige, um Gott und den Menschen zu danken, dass die Marienkapelle wieder zu einem Schmuckstück geworden ist, die zum vertrauensvollen Gebet anregen kann.
P. Superior Wolfgang Boemer OMI stellte seine Ansprache unter den Satz aus dem Magnificat „Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!“ (Lk 1, 48b) Ein Blick in die Geschichte der Kirche und der Frömmigkeit zeigen, wie sehr dieses prophetische Wort Wahrheit geworden ist: Konzilien, Dogmen, Lieder, Gebete, Statuen, Gemälde und Malereien, Wallfahrtsorte…
Das Kloster Engelport hat von Anfang an Maria in seinem Namen. Seit dem späten Mittelalter, und vor allem seit die „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“ nach Engelport gekommen sind und das zerstörte Kloster wieder aufgebaut haben, hat ihre Verehrung tiefe Wurzeln geschlagen.
Ein (deutliches) Zeichen für diese Verehrung sieht die Klostergemeinschaft in der Tatsache, dass sowohl die Restaurierung der Lourdesgrotte vor einigen Jahren wie auch jetzt die der Marienkapelle ganz mit Spenden aus der Bevölkerung finanziert werden konnte. Pater Boemer rief allen Spendern, ob sie nun anwesend waren oder nicht, ein von Herzen kommendes „Vergelt’s Gott!“ zu.
Fußwallfahrten aus den Nachbarorten, aber auch Pfarreigruppen, die mit dem Bus zum Teil von weit her kommen, sehr viele Einzelne oder auch kleine Grüppchen sieht man hier, die mehr oder weniger lange Zeit vor der Statue verweilen. Auch unsere Hausgäste und die Besucher unserer Gottesdienste zählen zu den treuen Verehrern der Gottesmutter und immer wieder dürfen wir im Kloster hören, dass man sich nach solch einer Zeit des Gebetes gestärkt und ermutigt den Aufgaben des Alltags widmen könne. Auch das sind Gebetserhörungen…

Die neue Marienkapelle
Votivtafeln

Ein Segensgebet über die Statue und die Kapelle sowie der sakramentale Segen über die ganze Gemeinde schloss die Feier ab.
Ein großer Teil der Anwesenden folgte schließlich der Einladung in den Speisesaal des Klosters, wo Kaffee und Kuchen auf sie warteten.


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Sanierung der Marienkapelle im Kloster Engelport


Seit vielen Jahren schon gaben tiefe Risse in der Mauer unserer Marienkapelle Anlass zu Sorge. Versuche, die Mauer dadurch zu stabilisieren, dass man die Risse einfach verfugte, hatten keinen Erfolg. Im Winter pfiff der Wind durch…
Untersuchungen und Nachforschungen im Archiv ergaben, dass diese Kapelle im Jahre 1912 nachträglich angebaut worden war, um der von Pastor Haubrich gestifteten „Engelporter Madonna“ einen würdigen Platz zu geben.
So machte sich im Sommer 2010 ein Team aus dem „Förderverein des Klosters Engelport“ daran, der Sache auf den Grund zu gehen. Finanziell getragen wurde es vom Förderverein, die Fa. Schnorpfeil half mit Maschinen und Material. Die Planung der Arbeiten wurden beratend unterstützt von einem Statiker, Herrn Wolfgang Thiel vom Büro für Baustatik Reissmann + Thiel aus Cochem.
In der Nähe des Fundamentes dieser Kapelle, das ohnehin nicht tief genug gegründet war, wurde ein gemauerter Regenabwasserkanal gefunden, der teilweise eingebrochen war. So war die Erde aufgeweicht und hatte nachgegeben.
Der Kanal wurde saniert, neue Drainagerohre verlegt und vor allem das Fundament mit vieeeeeeel Beton unterfangen.

Marienkapelle       Marienkapelle
Drainage                                                                                      Beton                        


Im Sommer 2011 begannen dann die konkreten Gespräche über weitere Maßnahmen. Eine Architektin aus dem Bauamt der Diözese Trier, Frau Christa Marx und wiederum Herr Thiel, haben uns dabei beraten.
Eine Fachfirma aus der Gegend, die Firma Führ-Bauwerksabdichtungen aus Lütz, übernahm die Maurer- und Verputzarbeiten, die Firma Layendecker aus Treis die Wiederherstellung der Verzierungen der Kuppel, die ebenfalls aus dem Jahr 1912 stammen.

Marienkapelle   Marienkapelle     Marienkapelle
Riss mit alter Verfugung                       Ein teils leergeräumter Riss                     Riss neben der Madonna

Marienkapelle    Marienkapelle
Risse in der Kuppel                                                                                     Die leere Marienkapelle


Am ersten Wochenende des November mögen nicht wenige der Besucher der Klosterkirche sich verwundert gefragt haben: wo ist denn „unsere“ Madonna?
Zu finden war sie schnell: auf dem Josefsaltar, ganz in der Nähe, aber ohne den charakteristischen Strahlenkranz…
Nun war es für alle sichtbar: die seit längerem angekündigte Sanierung der Marienkapelle war in ihre entscheidende Phase getreten.
Die Risse werden auch von innen her verfugt und die Kapelle neu verputzt. Den Abschluss bildet dann die Restaurierung der Ausmalung der Kuppel.
Für diese Arbeiten musste die Statue aus ihrer Verankerung und von dem Strahlenkranz gelöst werden, damit sie während dieser Phase der Arbeiten doch in der Kirche bleiben und der Verehrung durch die Gläubigen zugänglich sein kann.

Marienkapelle    Marienkapelle
Madonna ohne Strahlenkranz                                                                Detail                                             


Die Statue selbst scheint keine Restaurierung zu brauchen. Entstauben und aufpolieren genügen.
Für all diese Arbeiten möchten und müssen wir wiederum alle Freunde des Klosters Maria Engelport sehr herzlich um Unterstützung bitten! Sie können eine Barspende im Kloster abgeben oder Ihre Spende mit dem Vermerk „Marienkapelle“ überweisen.
Hier unsere Konten:
20 10 007 Spk Mittelmosel, BLZ 587 512 30
19 14 470 VR Bank Rhein-Mosel, BLZ 576 622 63
Wenn wir Ihre Adresse haben bzw. bekommen, erhalten Sie eine steuerabzugsfähige Bescheinigung!
Vergelt‘s Gott! für jede Hilfe!

 

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Das „neue“ Turmkreuz


Ende Juli war es endlich wieder soweit: es erreichte uns die Nachricht, dass das Kreuz restauriert sei und wieder an seinen angestammt Platz montiert werden könne! Damit alle Interessierten es aus der Nähe bewundern konnten, wurde es und seine Halterung mit der goldenen Kugel einige Wochen in der Klosterkirche aufgestellt.

Das Neue Turmkreuz
Das Kreuz in der Kirche

Nach dem Gottesdienst am Morgen des 07. August rief P. Superior Wolfgang Boemer OMI zusammen mit der Gemeinde den Segen Gottes auf die beindruckende Konstruktion aus:
es möge wieder lange seinen Dienst tun als weithin sichtbares Zeichen des Klosters,
als Bekenntnis des Glaubens,
als Symbol der Hoffnung und des Lebens,
aber auch als Hinweis und Mahnung für alle,
die es als Wanderer oder Autofahrer sehen werden.
Ja, und dann kamen wieder die Spezialisten und montierten in einer langwierigen und schwierigen Arbeit das Kreuz au die Spitze des Kirchturms.

Das Kreuz ist bereit  Auffahrt 
Das Kreuz ist bereit                                                                                         Auffahrt                  

Beginn der Montage  Geschafft
Beginn der Montage                                                                             Geschafft               

Das Vorhaben, dabei auch das Zifferblatt der Uhr abzumontieren und zur Restaurierung zu bringen, hatte sich schon im Vorfeld als nicht möglich erwiesen.
So musste nochmals ein Kranwagen und ein anderer Spezialist kommen, und nun klafft an der Straßenseite des Turmes ein großes Loch.

Am Loch    Das Loch
                         Am Loch                                                                               Das Loch

Eine Begutachtung der Zeiger und des Zifferblattes ergab, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich bzw. zu aufwändig ist. Auch die ganze Mechanik im Turm selbst, also die Übertragung von der Turmuhr zum Zifferblatt, muss neu gemacht werden.

Zifferblatt  Zeiger
Zifferblatt                                                                             Zeiger

Schweren Herzens, denn das wird noch einmal rund 5.000 € an ungeplanten Mehrkosten bringen, gab das Kloster dazu den Auftrag…
Und deswegen einmal mehr die Bitte: wer möchte, wer kann helfen?
Wie immer sind auch kleinere Beträge sehr willkommen, denn zusammen genommen entstehen dann doch größere Beträge.
Entsprechende Bescheinigungen für das Finanzamt stellen wir Ihnen selbstverständlich aus.
Überweisen können Sie auf folgende Konten:
Oblatenkloster Maria Engelport
VR Bank Rhein-Mosel                                 oder:            Sparkasse Mittelmosel
BLZ 576 622 63                                                                  BLZ 587512 30
Konto 19 14 470                                                                 Konto 20 10 007
Bitte geben Sie Ihre genaue Adresse und als Verwendungszweck „Zifferblatt“ an.
Schon im Voraus ein ganz herzliches „Vergelt’s Gott!“ für alle Unterstützung!

Die Oblaten des Klosters Maria Engelport

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Intarsienausstellung im Kloster Engelport

Das Intarsienmuseum Mermuth veranstaltet in der Zeit von 9. Juli bis 14. August 2011 eine Ausstellung in unserem Kloster "Maria Engelport". In der Ausstellung wird ein Überblick über das Schaffen der Intarsienkünstler Heinz Echtermann und Corinna Schmeißer  -  den Inhabern des Intarsienmuseums  -  gegeben.
Besondere Objekte sind u. a. eine 15 Meter lange Wand aus Wandpaneelen mit unterschiedlichen Holzeinlege­arbeiten, mit Intarsien gestaltete Tische und Türen und ein einmaliges 2 x 2 Meter großes, durch unterschiedliche Hintergrundbeleuchtung illuminiertes Intarsienbild. Eine große Vielfalt unterschiedlichster Intarsienbilder der beiden Künstler und noch einige schöne Sachen mehr, die bestaunt und erworben werden können.
Die Familie Echtermann / Schmeißer und auch wir vom Kloster würden uns über einen guten Besuch freuen.
Einen kleinen Eindruck in die Ausstellung geben die Bilder auf dieser Seite.

Eine Intarsienausstellung im Kloster !?

Auf den ersten Blick stellt sich die Frage: Passt das und geht das überhaupt? Denn das Wort "Kloster" stammt schließlich vom Lateinischen claustrum und bedeutet „verschlossener Ort“  -  dies wirkt zunächst einmal nicht sehr einladend für eine Ausstellung.
Das klassische Kloster ist zunächst bestimmt durch gemeinschaftliches und individuelles Gebet, Einkehr, Stille, Kontemplation und Abgeschiedenheit von der Welt; aber auch durch körperliche Arbeit, geistiges und geistliches Studium: dies nun lässt eine Verbindung zu einer solchen Ausstellung erkennen.

Gehen wir noch etwas in der Geschichte zurück:
Klöster waren von Anfang an nicht nur ein Ort geistlichen Lebens, sondern auch Zentren der handwerklichen Kunst, sowie der Erforschung und Sammlung von Wissen. Sie spielten damit eine wichtige Rolle für den Erhalt vergangenen Wissens, wie auch der Verbreitung aktuellen Wissens.

Im Mittelalter waren Klöster so die Bewahrer der abendländischen Kultur und Bildung. Kulturelle Arbeiten fanden fast ausschließlich in Klöstern statt. Mönche kopierten alte Bücher, fertigten Kunstwerke und Kulturgüter.

Parallel dazu verlief die Geschichte der Intarsienkunst. Bereits die ältesten bekannten Hochkulturen kannten Techniken zur Verzierung von Holzgegenständen.

Die künstlerische und wirtschaftliche Blüte im Italien des 13. bis 16 Jahrhunderts förderte in der „Renaissance“ auch die Kunsttischlerei. Kirchenbauten wurden mit den kostbarsten Materialien erbaut und mit Gemälden und Fresken dekoriert  -  und auch das Mobiliar erhielt eine entsprechende Verzierung z. B. im Chorgestühl.
Im 15.  -  16. Jahrhundert verlagerten sich die Zentren der Intarsienproduktion immer weiter gegen Norden und besonders die Klöster der Olivetaner stellten in mühevoller und jahrelanger Arbeit prächtige Chorgestühle und Sakristeimöbel her.
Im 16.  -  19. Jahrhundert kam es insbesondere in Frank­reich zu einer besonderen und eigenständigen Entwicklung, der "Marqueterie". Die Techniken für die Einlegearbeiten wurden dabei durch neue Methoden des Einfärbens verfeinert und neue Materialien wie Schildplatt und Zinn kamen als Einlegematerial in Mode.
Als Zentrum der Marqueterie zog Frankreich auch zahlreiche Künstler und Handwerker aus dem Ausland an. So auch den aus Neuwied bei Koblenz stammenden David Roentgen (1743 - 1807), dessen Name noch heute für höchste Intarsienkunst steht.
Er und sein Vater Abraham Roentgen (1711-1793) waren Möbelschreiner, die besonders durch die Verwendung wertvoller Einlegearbeiten in zahlreichen Arten und Formen einen besonderen Ruf in Europa als Kunstschreiner erlangten und die Marqueterie damit zu einem besonderen Höhepunkt führten.
Besonders nachdem David Roentgen 1780 in Paris die Meisterwürde erlangt hatte, konnte er im französischen Markt Fuß fassen. Seine Luxusmöbel waren an den Fürstenhöfen in Europa  -  besonders am russischen Hof - begehrt und verhalfen damit auch der Stadt Neuwied zu internationaler Bekanntheit und Ansehen.
Das 20. Jahrhundert begann mit einer weiteren Blütezeit der Intarsienkunst. Jugendstilmöbel mit Einlegearbeiten verziert fanden ihren Platz in großen Kunstgewerbeausstellungen und wurden von den führenden Architekten der Zeit entworfen.


Mit der zunehmenden Massenproduktion von Möbeln und der Verwendung neuer Materialien im Möbelbau verloren die Intarsien immer mehr an Bedeutung. Heute gibt es aber immer noch einen Kreis von Liebhabern dieser Kunst, die vor allem die Einzigartigkeit eines jeden einzelnen Objektes schätzen.

Kommen wir nun zur Gegenwart:

In Neuwied  -  in unmittelbarer Nähe zur Wirkungsstätte von Abraham und David Roentgen wurde 1935 Heinz Echtermann geboren. War es Zufall, Schicksal oder Bestimmung, dass Heinz Echtermann in den Jahren 1949-1952 eine Schreinerlehre absolvierte, hierbei die Kunst der Intarsien kennen lernte und er mit diesem Virus infiziert wurde, den er sein ganzes Leben nicht mehr loswerden sollte?
Nach einigen Umwegen in der Nachkriegszeit, bei denen er verschiedenen Berufen nachgehen musste, aber dabei nie seine eigentliche Bestimmung aus den Augen verlor, hat er sich 1978 entschieden, seiner großen Leidenschaft Raum zu geben und sein weiteres Leben ganz der Intarsienkunst zu widmen. Dabei hat er sein Können perfektioniert und seinen eigenen Stil mit ganz neuen Arbeitstechniken entwickelt.
Mit seinen Arbeiten hat er dabei viele Menschen für die Welt der Intarsien begeistert und auch viele Neugierige und Interessierte in zahlreichen Kursen in die Welt der Intarsien eingeführt und sie mit dem Virus infiziert, der sein Leben so geprägt hat.


Viele, die seine Ausstellungen besuchen, werden davon gepackt. So auch Corinna Schmeißer, als Jahrgang 1974 bereits Mitglied der nächsten Generation, die Heinz Echtermann zunächst in diese Welt einführte und dann zusammen mit ihr 1997 das Intarsienmuseum mit Intarsienschule in Mermuth bei Emmelshausen aufgebaut hat und es bis heute gemeinsam führt.
Ein Teil des Lebenswerkes der beiden Künstler ist jetzt in dieser Ausstellung im Kloster Engelport zu sehen.
Dabei zeigen die Werke, dass Heinz Echtermann und Corinna Schmeißer nicht nur Bewahrer der alten Intarsienkunst und -technik sind, sondern diese Kunst weiter entwickelt haben.



Kommen wir nun zurück zu der Frage vom Anfang:

Passt eine solche Ausstellung in ein Kloster?

Hierauf kann es nur ein eindeutiges "Ja" geben!
Oder die Gegenfrage: Gibt es einen besseren Ort?
Ordesleute und Künstler sind von einem Drang gefangen, der ihr ganzes Leben bestimmt und dem sie sich unterordnen. Dabei müssen oftmals Umwege gegangen werden, bis dann doch die unausweichliche Entscheidung getroffen wird, ihr künftiges Leben ganz und gar ihrem Lebensziel zu widmen.



Und dabei erreichen sie es, auch den Mitmenschen etwas für deren Lebensweg mitzugeben. Nicht auf eine aufdringliche und laute Art und Weise, sondern durch ihr Wirken.
Sie lösen ihre Mitmenschen aus dem normalen Alltag und bringen sie zu einer Versenkung in etwas von größerer Bedeutung als die meist überschätzten Dinge und Belanglosigkeiten des Alltags. Sie bringen ihnen Ruhe und innere Einkehr.
Und sie bringen die Mitmenschen auch dazu, dass es Ihnen besser geht  -  durch einen Besuch im Kloster Engelport und der Intarsienausstellung eigentlich sogar doppelt gut.
Kloster und Intarsienkunst sind damit nicht nur Bewahrer von etwas Vergangenem, sondern haben auch ihre Bedeutung für die Gegenwart und die Zukunft.



Ob beide heute noch als zeitgemäß angesehen werden, wird sicher je nach Standpunkt des jeweiligen Betrachters unterschiedlich bewertet. Sinnvoll und notwendig sind sie aber vielleicht mehr denn je.
Wir haben die Hoffnung, dass viele Menschen unser Kloster und die Ausstellung besuchen und dabei in eine andere, vielleicht neue Dimension ihres Lebens geführt werden!

(P. Wolfgang Boemer OMI,
nach einer Vorlage von Frau Corinna Schmeißer)

 

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Das Kloster Maria Engelport gedenkt des Gründers der Oblaten

Unser Ordensgründer, der 1995 heiliggesprochene Eugen von Mazenod hatte 1816 eine Gemeinschaft von Priestern gegründet, aus der im Laufe der Zeit der heute weltweit verbreitete Orden der „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“ (OMI) geworden ist. Am 21. Mai 1861 verstarb Eugen von Mazenod.

Die Oblaten von Maria Engelport wollen diesen Tag nicht einfach verstreichen lassen, sondern laden alle Freunde ein, seiner in einem Festgottesdienst am Samstag, 21. Mai, um 18.30 Uhr zu gedenken.

Es war eine schwierige Zeit, so kurz nach den Zerstörungen der französischen Revolution, um einen Orden zu gründen. Eugen von Mazenod hatte selbst als Kind unter dieser Revolution gelitten. Seine Familie musste mit ihm ins Exil fliehen, um dem Tod zu entgehen.

Als junger Mann verspürte er dann den Ruf, als Priester am Wiederaufbau von Glaube und Kirche zu helfen. Er sah die seelische Not der einfachen Leute, besonders auch der Landbevölkerung, und wollte ihnen mit seinen „Söhnen“ Unterstützung und Hilfe im Glauben und zur Bewältigung des Alltags geben.

Eine Folge der französischen Revolution war auch, dass Alt-Engelport aufgelöst, geplündert und zerstört wurde. Es erscheint aus heutiger Sicht wie eine Fügung der Vorsehung, dass gut einhundert Jahre später ausgerechnet die Oblaten aus den Ruinen wieder einen Ort des Gebetes, der geistlichen Erneuerung, aber auch der beruflichen Weiterbildung und der körperlichen Erholung werden ließen.

Gründe genug, um Eugen von Mazenod und vor allem Gott zu danken!
Dankbarkeit mit Blick auf die Vergangenheit berechtigt zu einem vertrauensvollen, zuversichtlichen Blick auf die Zukunft.

Die Engelporter Oblaten


Die dem hl. Eugen von Mazenod in der Klosterkirche Maria Engelport gewidmete Kapelle.

 

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Das Kloster Maria Engelport ohne Turmkreuz

Nein, es war kein Sturm, der Mitte Mai das Kreuz vom Turm der Klosterkirche riss, es war ein geschultes Team von Technikern, das mit großem Aufwand das Kreuz abmontierte und sicher zu Boden brachte.

Demontage Turmkreuz     Der Turm ohne sein Kreuz
               Demontage                                               Der Turm ohne sein Kreuz

Bei Erneuerungsarbeiten an der Blitzschutzanlage des Klosters im letzten Sommer hatte der Monteur plötzlich ein ziemlich großes Stück einer Volute des Kreuzes in der Hand… Früher oder später hätte der Rost wohl noch größere Teile zum Absturz gebracht.

verostete Volute       Das kreuz die Kugel die Halterung
          verrostete Volute                                                                                     Kreuz, Kugel und Halterung

Dieses Risiko konnte das Kloster nicht eingehen, denn der Turm ist genau oberhalb des Haupteingangs, durch den an manchen Tagen drei- bis vierhundert Menschen ein- und ausgehen.

Als ob das nicht reichen würde, verweigerte eine der über 40 Jahre alten Läutemaschinen den Dienst, das Zifferblatt und die Zeiger der Turmuhr erwiesen sich in ähnlichem Zustand wie das Kreuz, und die Steuerung der Turmuhr musste ebenfalls ersetzt werden…

Das kreuzlose Kloster
Das kreuzlose Kloster

Das alles ergibt eine Investition von ca. 11.000 €, die in keiner Planung berücksichtigt werden konnte, die aber auch nicht hinausgeschoben werden durfte. Und so machten wir uns auf die Suche nach Sponsoren und Spendern.

Wir haben namhafte Spenden erhalten bzw. sie wurden uns zugesagt, aber es klafft immer noch eine Finanzierungslücke von ca. 3.500 €.

Welche Firmen, Institutionen oder Privatleute können und wollen uns helfen?

Wie immer sind auch kleinere Beträge sehr willkommen, denn zusammen genommen entstehen dann doch größere Beträge.

Entsprechende Bescheinigungen für das Finanzamt stellen wir Ihnen selbstverständlich aus.

Überweisen können Sie auf folgende Konten:
Oblatenkloster Maria Engelport
VR Bank Rhein-Mosel                         oder:         Sparkasse Mittelmosel
BLZ 576 622 63                                                      BLZ 587512 30
Konto 19 14 470                                                     Konto 20 10 007

Bitte geben Sie Ihre genaue Adresse und als Verwendungszweck „Klosterkirche“ an.

Schon im Voraus ein ganz herzliches „Vergelt’s Gott!“ für alle Unterstützung!

Die Oblaten des Klosters Maria Engelport

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Erläuterungen zur Ausstellung
Seelenbretter
beim Kloster Engelport

Die Künstlerin Bali Tollak

Seit dem 13. April 2011 hat die Künstlerin Bali Tollak aus Schwabbruck (Oberbayern) 20 Seelenbretter im Kloster Maria Engelport ausgestellt. Seelenbretter nennt Bali Tollak ihre zwei Meter hohen, in leuchtenden Farben bemalten Holzstelen.
Insgesamt verfügt die Künstlerin derzeit über knapp 270 solche bemalte und beschriftete Bretter, die u.a. schon im Künstlerhaus Wien, im Magdeburger Dom, auf dem Kölner Melatenfriedhof und im niederländischen Kloster Ter Apel zu sehen waren.
Begonnen hat Bali Tollak ihre Kunstaktion Seelenbretter im Jahre 2002 zusammen mit ihrem Lebenspartner, dem Fotografen Wolfgang Dennig, wobei sie zunächst mit nur acht Brettern reisten und diese in Landschaften und an exponierten Orten aufstellten.
Inspiriert wurde die Künstlerin dazu bei einem Urlaub im Bayerischen Wald von sog. Totenbretter, die dort als Flurdenkmale von vergangenen Bestattungsriten und einer besonderen Art innig besinnlicher Totenehrung künden.

Seelenbretter

Die Künstlerin und einige ihrer Seelenbretter

Was sind Totenbretter?

Totenbretter wurden schon in der Frühzeit zur Aufbahrung und Beerdigung der Verstorbenen verwendet, bis sie mit der Sargbestattung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch in den ländlichen Gebieten Bayerns endgültig verschwanden. Übriggeblieben sind nur vereinzelte Totenbretter, die im Schutz von Hausdächern oder am Wegesrand anzutreffen sind.
Was sind Seelenbretter?
Auf den Seelenbrettern der Künstlerin ist nie ein Verstorbener gelegen.
Die Seelenbretter verstehen sich als ein „memento mori
(Lateinisch: Gedenke des Todes! Denke daran, dass du sterben musst!)
an uns Lebende. Während früher der Dorfschreiner und Dorfmaler ein Totenbrett ausschließlich für einen Toten anfertigte und verzierte, sind die Bretter der Künstlerin nur an uns Lebende gerichtet.
Bali Tollak ist auf der Suche nach dem, was vom Menschen übrig bleibt, wenn er alle Rollen und gesellschaftlichen Zwänge abgeschüttelt hat.
Stumm und beredet zugleich sind die Seelenbretter in die Welt gestellt, geben den Blick des Betrachters letztlich an ihn zurück:
Wir schauen auf uns selbst.

Die Farben, Symbole und Zitate

Bei der Begegnung mit den Seelenbrettern besticht deren farbenfrohe Ornamentik und Symbolik sowie die meist recht bekannten Worte von Philosophen, Künstlern, Mystikern und aus der Heiligen Schrift.
Ihre Botschaften spannen den Bogen von der Antike bis heute.
Die Farbe rot steht für Blut und Liebe,
blau für Transzendenz,
gelb für Sonne und Leben,
lila und gold für Spiritualität.
Grün ist die Farbe der Hoffnung und der Natur,
weiß der Reinheit und Unschuld,
schwarz der Trauer und Vergänglichkeit.
Zur Symbolik:
Die Rose steht für Leben und Tod, sowie für die Jungfrau Maria.
Die Sonne ist Symbol des Lebens.
Spiralformen, die Jakobsmuschel und das Meer künden die Ewigkeit
und die Pilgerschaft des Menschen auf Erden.
Auf der Rückseite der Seelenbretter hat die Künstlerin mit ihrem farbigen Handabdruck den Autor bzw. das Wort auf der Vorderseite bestätigt. Der Abdruck der Hand ist eine archaische Metapher für den Menschen selbst. Man sieht Handabdrücke unserer Vorfahren in steinzeitlichen Höhlen, doch auch später, auf Pilgerreisen, hinterließen viele in so mancher Kirche den Abdruck ihrer Hände:

Seelenbretter

Die Künstler beim Aufbau der Ausstellung

Warum die Seelenbretter?

Bali Tollak malt ihre Seelenbretter für uns Lebende!
Sie sollen darauf hinweisen, dass die Verstorbenen und die Lebenden nicht wirklich getrennt sind. Seelenbretter können dem Betrachter ein Wegbegleiter werden und ihn zum Innehalten und Sinnieren anregen, zum Stillwerden in unserer lauten und hektischen Zeit. Sie vergegenwärtigen die Jetztzeit und die Vergangenheit und künden von der Vergänglichkeit irdischen Seins.
Zugleich sind sie Ausdruck einer tiefen Hoffnung auf Unsterblichkeit und ewiges Leben!

Seelenbretter

Die Ausstellung beim Kräutergarten des Klosters

Die Ausstellung im Kloster Maria Engelport ist ein Veranstaltungsbeitrag zum 20-jährigen Bestehen des Koblenzer Hospizvereins, das in diesem Jahr gefeiert wird.
Der Hospizverein organisiert in diesem Zusammenhang einen Workshop „Seelenbretter®Malen“ am Samstag, den 27. August 2011, auf dem Gelände des Klosters Maria Engelport.
Anmeldungen dazu sind möglich an:
Koblenzer Hospizverein e. V.
Hohenzollernstr. 18
56068 Koblenz
Tel.: 0 26 1 / 57 93 790
Mail: buechel-rossbruch@hospizinkoblenz.de
Mit diesem Workshop endet dann die Ausstellung.
Kontakt:
Bali Tollak / Wolfgang Dennig
Welfenstraße 4, 86986 Schwabbruck,
Postfach 1134, 86951 Schongau,
Tel. 08868-18099-59 / Fax –85 / Handy: 0175-4888012
www.balitollak.de / info@balitollak.de

 

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Zum Gedenken an P. Bernhard Schinke OMI


Pater Schinke

Nach 49 Jahren als Ordensmann
und nach fast 43 Jahren als Priester verstarb
Pater Bernhard Schinke OMI
*  26. September 1942 in Oberschlesien
16. März 2011 im Oblatenkloster Maria Engelport

„Den Armen das Evangelium zu verkünden hat mich der Herr gesandt!“
(Lukas 4,18)

Diesen Wahlspruch der „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“ hatte unser Mitbruder sein Leben lang zu verwirklichen versucht.
Geboren im oberschlesischen Leuber kam er nach der Vertreibung im Jahr 1946 schließlich mit seinen Eltern Maria und Bernhard und seinen vier Geschwistern nach Haßloch in die Pfalz. Seit dem Jahr 1950 hatte er hier seine vorläufige Heimat gefunden.
Die Volksschule besuchte er in Haßloch, und im Anschluss daran das altsprachliche Gymnasium in Neustadt/Weinstraße. Bei einer Volksmission begegnete er einem Oblatenpater, der in ihm den Wunsch weckte, selbst Oblate zu werden.
Im Jahr 1962 begann er dann sein Ordensleben mit dem Noviziat im Kloster Maria Engelport.
Seine philosophischen und theologischen Studien schloss er 1969 an unserer Hochschule in Hünfeld bei Fulda ab.
Bereits im Jahr 1968 wurde er dort am 28. Juli zum Priester geweiht.
Seine Oberen sandten ihn an verschiedene Orte in Deutschland (Mainz, Oldenburg und Lahnstein), wo er in die Pfarrseelsorge eingeführt wurde.
Von unseren Klöstern in Biberach/Riss, München und Aachen aus war er dann 18 Jahre lang als Gemeindemissionar im Dienst des Herrn unterwegs. Es dürfte kaum mehr nachzuvollziehen sein, wie vielen Gemeinden und wie vielen Menschen er auf ihrem Glaubensweg ein Stück weiterhelfen konnte.
Das Jahr 1991 beendete diese etwas „unruhige“ Phase seines Lebens und er wurde im Kloster Schemmerhofen (bei Biberach/Riss) und in der Seelsorge in den umliegenden Pfarreien „sesshaft“.
Seit dem Sommer des Jahres 2005 gehörte er schließlich zu unserem Kloster Maria Engelport.
Als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Treis-Karden und als Seelsorger im Seniorenstift St. Katharina in Treis war er unermüdlich für die Menschen da. Kranken und älteren Menschen, vor allem den sterbenden, galt seine ganze Aufmerksamkeit und Liebe.
In den letzten Jahren wurde seine Gesundheit immer anfälliger. Eine Krebsoperation und Probleme mit dem Herzen schwächten ihn mehr und mehr. Aber er konnte seinen Dienst bis zuletzt noch voll ausführen. Er tat es mit großer Freude und war guter Hoffnung, dass es so noch einige Jahre weiter gehen würde. Andererseits konnten wir von ihm hören: „Ich bin bereit!“
Seine Kräfte waren offensichtlich so aufgebraucht, dass eine „einfache“ Erkältung genügte, um seinen Lebensweg in den frühen Morgenstunden des 16. März 2011, einem Mittwoch, zu einem plötzlichen und für alle überraschenden Zeitpunkt zu seinem Ziel zu führen. Er schien so plötzlich gestorben zu sein, dass er selbst es vielleicht gar nicht gespürt hat. Er lag völlig friedlich und entspannt da, als wir ihn fanden.
Die Nachricht von seinem Sterben verbreitete sich mit Windeseile und löst eine tiefe Betroffenheit aus.
Die Pfarrkirche in Treis konnte am Abend des Freitags die Gläubigen kaum fassen, die zu einer Gebetstunde am aufgebahrten Sarg zusammengekommen waren.
In der Friedhofkapelle von Treis konnte dann am Samstag jeder persönlich am geöffneten Sarg von „seinem“ Pater Bernhard Abschied nehmen.
Zum Requiem am Montag darauf waren seine Geschwister und andere nahe Verwandte, viele Priester aus dem Dekanat und Oblaten aus den umliegenden Klöstern, und wieder viele, viele Gläubige gekommen. Auch aus Schemmerhofen und den umliegenden Gemeinden waren mit einem Bus Trauernde angereist.
Provinzial P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI aus Mainz feierte mit uns allen was man gut und gerne eine „Auferstehungsfeier“ nennen kann. Ausgehend von der Geschichte vom „kleinen Heiligen“ zeichnete er ein lebendiges Lebensbild von Bernhard, das in seinen Grundzügen auch in zahlreichen Kondolenzschreiben bescheinigt worden ist. Einfachheit, Klarheit, Liebenswürdigkeit, Dienstbereitschaft… So sei Bernhard ein Segen geworden, wie es uns die Lesung des zweiten Fastensonntags vor Augen stellte. Das Evangelium von der Verklärung Jesu fordere uns auf, Bernhard loszulassen und den Händen des himmlischen Vaters anzuvertrauen.
Dechant Ernst-Walter Fuß sprach für die Gemeinden sowie für die Seelsorgerinnen und Seelsorger des Dekanates, Herr Heinz Kugel, der 1. Beigeordnete und amtierende Bürgermeister der Verbandsgemeinde Treis-Karden für die zivile Gemeinde, sowie Herr Dieter Schwab als 1. Vorsitzender des Pfarreienrates für alle Gläubigen der Gemeinden, in denen Bernhard tätig war. Sie alle gaben ihrer Wertschätzung für den Verstorbenen einen lebendigen Ausdruck und empfahlen ihn der Liebe unseres Gottes.
Schließlich zog eine lange Prozession hinauf zum Klosterfriedhof und dort sprach Superior P. Wolfgang Boemer OMI die Gebete der kirchlichen Verabschiedung und Beerdigung. Ein kleines „Meer“ von Blumen waren weitere Zeichen der Hochachtung und Zuneigung, die in den Herzen so vieler Menschen ihren Raum für den Verstorbenen gefunden hatte.
Gut, dass das Kloster große Räume hat, sodass alle Mitfeiernden zu einer Stärkung, zur Begegnung und zum Gespräch eingeladen werden konnten.

Der Gekreuzigte und Auferstandene,
den Pater Bernhard Schinke
mit Hingabe und Eifer verkündete,
dem er sein ganzes Leben widmete:
ER vollende sein Leben!

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Oblatenorden seit 195 Jahren


Am 25. Januar des Jahres 1816 hatte der spätere Bischof von Marseille und 1995 heiliggesprochene Eugen von Mazenod eine Gemeinschaft von Priestern gegründet, aus der im Laufe der Zeit ein weltweit verbreiteter Orden gewachsen ist, die „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“ (OMI). Am 21. Mai 1861 verstarb der Gründer der Oblaten.

Eugen von Mazenod

Ein Bild von Eugen von Mazenod in der Klosterkirche Maria Engelport.

Die 195 Jahre des Bestehens unseres Ordens und die 150 Jahre seit dem Tod unseres Gründers haben wir Engelporter zum Anlass genommen, am 30. Januar ein „kleines“ Jubiläum zu feiern. Dazu haben wir alle, denen das Kloster etwas oder gar viel bedeutet, zu einem Festgottesdienst eingeladen.
Dechant Fuß, „unser“ Pastor Floeck und eine Reihe von Priestern, Diakonen und hauptamtlichen Seelsorgern aus den umliegenden Dekanaten haben mit uns den Gottesdienst gefeiert. Gekommen waren auch Oblaten aus Mainz und Lahnstein, sowie Schwestern und Brüder aus den benachbarten Klöstern Maria Laach, Kühr, Ebernach und Treis. Die „Cochemer“ waren bombenverhindert… Unser Provinzial, P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI, war ebenfalls gekommen um die Festpredigt zu halten.

Eugen von Mazenod Kapelle

Die Eugen-von-Mazenod-Kapelle in der Klosterkirche Maria Engelport

Ausgehend vom Evangelium des Sonntags, den sog. „Seligpreisungen“, lud er uns ein, unseren Blick zu überprüfen: wie schauen wir auf uns, auf andere, auf Situationen in Kirche und Gesellschaft, auf unser persönliches Leben, aber auch auf größere Zusammenhänge? Was steht im Vordergrund, eigene Vorstellungen oder ein oft nur zu erahnender und erst in längeren Zeiträumen zu erkennender „Wille Gottes“?
„Es gilt, zu einem neuen Blick zu finden!“, war eine seiner Kernaussagen. Dies kann helfen, sich liebevoll, sachlich und nüchtern, aber doch auch mit allen Gefühlen leidenschaftlich und engagiert den Fragen und Problemen des Tages zu stellen und sich damit auseinanderzusetzen.
Nach einem Imbiss für die geladenen Gäste lies P. Superior Boemer mit Fakten, Anekdoten und Bildern die fast achthundertjährige Geschichte von Engelport und die fast zweihundertjährige Geschichte der Oblaten lebendig werden, mit allen Höhen und Tiefen, aber auch mit ihren immer neuen Anfängen.

Rekonstruktion Alt Engelport

So kann man sich Alt-Engelport vorstellen!


Fazit des Tages: Eine tiefe Dankbarkeit mit Blick auf die Vergangenheit ist berechtigt und sinnvoll. Einen vertrauensvollen, zuversichtlichen Blick auf die Zukunft zu gewinnen, liegt bei jedem Einzelnen.

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Tankstelle - Kloster

Aus der Presse:
Gelungene Auftaktveranstaltung im „Tankstellen-Kloster“ !!!
Kloster Engelport neuer Ort für „Bilden-Besinnen-Beten“ des Kolpingwerkes
Die ersten BBB-Tage in Kloster Maria Engelport haben gezeigt, dass die „Helgoland-Bewegung“ auch an diesem neuen Ort eine Zukunft hat.
An einem schneereichen Winterwochenende fanden 30 Personen aus dem Diözesanverband Trier den Weg nach Kloster Maria Engelport / Treis-Karden.
Ein neues Kloster an einem fremden Ort mit neuen Rahmenbedingungen erwartete die gespannten Teilnehmer. Denn nachdem Anfang 2010 feststand, dass das bisherige - von Vielen lieb gewonnene - Kloster Helgoland/Mayen schließen sollte, wurde ein neuer Ort im Bistum Trier gesucht. Die Wahl fiel auf Kloster Maria Engelport, einem fast 800 Jahre alten Kloster im verträumten Flaumbachtal, einem Seitental der Mosel (www.kloster-maria-engelport.de).
Im Einführungsgottesdienst lud Diözesanpräses Thomas Gerber die Anwesenden ein, das Angebot auch zukünftig zu nutzen, sich die Zeit zum Abschalten vom Alltag zu gönnen und – wie an jeder Tankstelle – aufzutanken, damit es – im Leben - weitergehen kann.

Tankstelle

An dem vorangegangenen Adventswochenende wurden unter dem Motto „ Wege auf Weihnachten zu“ in mehreren Gesprächskreisen unter Leitung von Elke Grün, Theologin, Bibelstellen durchleuchtet und aktuelle Glaubensfragen diskutiert.
Neben dem Bildungsprogramm konnten die Teilnehmer rund um die Uhr in einer kleinen, ruhigen Kapelle ungestört Anbetung halten. Gerade in der Nacht fanden dort Viele zu sich und zu Gott und konnten einfacher vom Alltag loslassen.
Unter Anleitung von Maria Senner stellten besonders kreative Teilnehmer Schmuck für sich und zum Verschenken her. Andere nutzten die Zeit, um die fremde Gegend zu erkunden und um ausgiebig in der Schneelandschaft zu wandern und dort erstaunt festzustellen, dass auch ein Teil des Jakobusweges durchs Flaumbachtal führt.
Mit einem strahlenden Gesicht reflektierte Stephanie Pfaffenheuser die Einstiegs­veranstaltung. „Ich bin mit großer Zuversicht für die Helgoland-Bewegung nach Kloster Engelport gekommen, da ich erstens das Kloster und dessen wundervolle Gegend und zweitens auch einen Grossteil der Teilnehmer kannte und daher wusste, dass es eine tolle Gruppe ist, mit der man einige ruhige und beschauliche Tage verbringen kann.
Und genauso war es auch, ein adventliches Wochenende zum Auftanken für Körper und Geist.“
Zufrieden stellte Elke Grün am Ende der Veranstaltung fest, dass „die bisherige Lebendigkeit der Veranstaltung auch am neuen Ort gelebt wurde…“ und so auch fortgesetzt wird.
Ab sofort sind „Tankstellen-Gutscheine“ für einen Klosteraufenthalt zum Verschenken erhältlich. Nähere Informationen zu der monatlich stattfindenden Veranstaltung des Kolpingwerkes DV Trier gibt es bei susanne.bender@kolping-trier.de.

Petra Heusler

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Engelporter Kirmes   -   Missionsfest 2010

Zum 26. Mal wurde am 15. August zu unserem Patrozinium, dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, in unserem Kloster ein Fest der Begegnung gefeiert. Aber: „Ein solches Wetter hatten die Engelporter wahrlich nicht zu ihrem Missionsfest verdient. Der Himmel zeigte sich Grau in Grau und es regnete regelrecht den ganzen Tag über Bindfäden.“ So schreibt der Reporter der Rheinzeitung. Gut, dass bei der Auflösung der Landwirtschaft die Stallungen umgebaut und für solche Feste hergerichtet worden sind.

Missionsfest2010

Zahlreicher Helfer aus dem Freundeskreis von Maria Engelport, der gerne noch neue Mitglieder aufnimmt, hatten zusammen mit der Klostermannschaft alles vorbereitet, und so kamen dann doch relativ viele und unentwegte Besucher, die mit ihrem Kommen ihre starke Verbundenheit mit dem Kloster zeigen wollten. Auch Politprominenz war zu sehen. Die Stimmung auf dem Fest war eigentlich ungetrübt!

Missionsfest2010       Missionsfest2010

Dazu trugen zweifellos die von bewährten Mitarbeitern und Helfern vorbereiteten Speisen und die Getränke bei. Neben dem üblichen Angebot gab es ein naturtrübes Kellerbier in einem eigens für das Kloster entworfenen Krug.

Missionsfest2010      Missionsfest2010

Eine Tombola, die erstmalig durchgeführt wurde, fand regen Zuspruch. Privatpersonen und Unternehmen aus der Region und zum Teil auch von weit her hatten geschmackvolle und interessante Preise gestiftet, die z. T. auch wertvoll genannt werden können.
Der Missionsbasar im Zelt nebenan war nicht ganz so gut besucht, hatte aber auch eine gute Zahl von Interessenten. Dasselbe kann man vom umgestalteten Klosterladen sagen.
Dagegen fielen die Spiele für die Kinder und die Möglichkeit mit einem von Pferden gezogenen Planwagen über das Gelände des Klosters zu fahren, dem Regen zum Opfer.
Zu der guten Stimmung hatten sicher besonders die drei Musikkapellen ihren Beitrag geleistet, die über den Tag verteilt aufspielten:
die Hunsrückmusikanten aus Lieg, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Treis-Karden und der Musikverein Treis-Karden.

Missionsfest2010
Der Musikverein Treis-Karden

Die Engelport Kirmes war aber immer auch ein Missionsfest. Bei allem berechtigten und dankbaren Feiern galt es, den Blick zu weiten auf die Missionsarbeit der Oblaten in der ganzen Welt, und für ein bestimmtes Projekt die Kollekten der Gottesdienste sowie einen Teil des Reinerlöses des Festes weiterzugeben. Der andere Teil sollte im Kloster verbleiben. Für dieses Jahr war Haiti in seiner Situation nach dem großen Erdbeben im Januar dieses Jahres ausgewählt worden.
Es traf sich gut, dass ein gebürtiger Haitianer, Pater Ludeger Mazile OMI, der in der Generalleitung der Oblaten in Rom für die Region Mittel- und Südamerika zuständig ist, auf seinem Besuch in Deutschland auch zu uns kam. Begleitet war er von Pater Provinzial Thomas Klosterkamp OMI, der die Predigten übersetzte.

Missionsfest2010
P. Jüptner, ein deutscher Missionar in Namibia, P. Provinzial, P. Mazile und P. Wittemann am Vorabend des Festes im Klosterkeller

Wegen des Regens konnten die Gottesdienste nicht  -  wie sonst  -  an der Lourdesgrotte gefeiert werden, sondern mussten in die Klosterkirche verlegt werden. P. Mazile erinnerte an die äußerst schwierige Situation in Haiti, die noch immer geprägt ist vom Mangel, Zerstörung, Krankheiten und Hunger. Auch wenn die internationale Gemeinschaft in vorbildlicher Art und Weise Millionenbeträge für das arme Land spendete, scheint es zu haken und zu stagnieren. Es gehe nicht richtig voran, aus welchen Gründen auch immer. Leidtragende sind wie gehabt die einfachen Menschen. Die Kirche vor Ort, die zu den Hauptleidtragenden zählt, ist vielfach einziger Ansprechpartner und einzige Hoffnung. Der Glaube und das gemeinsame Gebet hat für viele in dieser schweren Zeit Orientierung und Kraft geschenkt. P. Mazile dankte den Menschen in Deutschland und in dieser Region für ihr großzügiges Herz und für ihre Spendenbereitschaft. Er machte deutlich, dass der Oblatenorden dafür sorgen würde, dass alle Spenden auch richtig ankommen und ordnungsgemäß verwendet werden. Sie würden nicht irgendwo versanden.
Tief betroffen hörten die Gottesdienstbesucher seinen plastischen und klaren Worten zu, die tiefen Eindruck zu hinterlassen schienen.
Die Kollekten und Spenden ergaben bis heute ca. 2.300,- €. Wir können nur ein von Herzen kommendes „Vergelt’s Gott!“ im Namen unserer Mitbrüder und all derer, denen letztlich diese Spenden zukommen, sagen.
Unser „Fest mit den zwei Gesichtern“ war erneut eine Gelegenheit, miteinander zu feiern, sich aber auch unserer Verantwortung für von Not, Armut und Katastrophen geplagten Menschen solidarisch zu zeigen.

P. Wolfgang Boemer OMI

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SWR 3 bei „Bergmesse“

Zum achten Mal hatte das Kloster und sein Förderverein zu dieser Feier auf dem „Bärenkopf“ oberhalb von Maria Engelport eingeladen. Inmitten einer aufgrünenden und aufblühenden Natur, mit einem herrlichen Blick in das Flaumbachtal und auf das Kloster Engelport, und mit einem nicht enden wollenden Ausblick auf die Höhen des Hunsrücks wurden die „Bergsteiger“ und Wanderer für ihre Mühen reich belohnt.
Zusammen mit den Oblatenpatres Thomas Wittemann und Thomas Kroiß sowie Diakon Otto Gerhard aus Kastellaun und gut über 200 Gläubigen feierte Superior P. Wolfgang Boemer die Hl. Messe an diesem Platz, von dem selbst der Reporter des Fernsehens die Vermutung äußerte, man könne sich dort Gott näher fühlen.
Am 1. Mai wird von der katholischen Kirche der hl. Josef als Patron der Werktätigen verehrt. P. Boemer stellte ihn als Beispiel und Vorbild dafür in den Mittelpunkt seiner Predigt, dass der Mensch sensibel und aufmerksam auf die Impulse hören kann, die Gott schenkt. Seine Träume wahrzunehmen, sie ernst zu nehmen, zu deuten und ganz praktisch umzusetzen, dadurch wurde der hl. Josef zum Diener des Lebens. Eine Aufgabe, der auch wir alle uns stellen sollten.

Am Altar          Diakon

Die Hl. Messe konnte an einem neuen, vom Hegering Treis-Karden gestifteten massiven Holztisch gefeiert werden. Der Blick aufs Kloster und ins Tal wird jetzt durch ein Podium verbessert und gesichert. Viele Arbeitsstunden, Geld- und Sachspenden sind eingebracht worden, um dies zu ermöglichen.

Podium         Blick aufs Kloster

Die Gitarrengruppe der Chorgemeinschaft Müden war wieder gekommen, um den Gottesdienst mitzugestalten.
Ein Team des SWR-Fernsehens war an diesen Tagen im Kloster, um Aufnahmen zu machen, die am 11. Mai in der Sendereihe „Fahr mal hin!“ um 22 Uhr auf SWR 3 gesendet werden. Auch der Aufstieg zum „Bärenkopf“ und die Hl. Messe selbst wurden gefilmt.

Gemeinde und Fernsehteam         Team

Im Anschluss an die Feier waren alle eingeladen in den Klosterhof zum Mittagessen und Kaffee zu kommen. Mitglieder des Fördervereins halfen bei Auf- und Abbau und bei der Bewirtung.
Die Kollekte und der Reinerlös der Bewirtung werden dem Kloster über den Förderverein für notwendige Renovierungsmaßnahmen im Außenbereich zugutekommen.
Eine feierliche Maiandacht rundete den Tag ab.

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Goldenes Priesterjubiläum von Pater Johannes Beringer OMI

„Bereits seit 50 Jahren im Weinberg des Herrn und noch immer segensreich in der Seelsorge.“ So könnte man Sonntag, den 11. April 2010, überschreiben.
Im Kreise der Mitbrüder, Verwandten und Freunde konnte Pater Johannes Beringer OMI am Weißen Sonntag in einer feierlichen Heiligen Messe sein Goldenes Priesterjubiläum begehen. Aber, wie gesagt, er hat sich noch nicht auf das Altenteil zurückgezogen.
Sein Priesterberuf war und ist für ihn Berufung und Erfüllung.

Geboren wurde er am 24. Mai 1930 in der alten Schängelstadt Koblenz, wo er seine ersten kirchlichen Schritte als Messdiener in der alt-ehrwürdigen Kirche „St. Kastor“ wagte. Der Krieg hatte ihm und seiner Familie, wie so vielen anderen Menschen auch, übel mitgespielt. 1944 wurden sie ausgebombt und mussten ihre geliebte Heimat am Zusammenfluss von Mosel und Rhein verlassen und einer ungewissen Zukunft nach Thüringen entgegengehen. Bereits 1946 kam die Familie aber zurück, doch in Koblenz gab es keine intakte Wohnung mehr und so zog man nach Boppard.
Im gleichen Jahr ging Johannes Beringer an die Schule der Oblaten nach Burlo in Westfalen, dann nach Schiefbahn im Rheinland und schließlich wieder ins Westfalenland, nach Borken. Sein Abitur machte er 1954 am Städtischen Gymnasium in Borken, um danach mit seinem Noviziat, einem ersten wesentlichen Schritt der Ausbildung zum Ordensmann, im Kloster Maria Engelport zu beginnen. Nach den ersten Gelübden wechselte er nach Hünfeld bei Fulda zu den philosophischen und theologischen Studien. Die Priesterweihe als Höhepunkt seines bisherigen Lebens empfing er durch den damaligen Diözesanbischof Bolte in Hünfeld.
Nach einigen Jahren als Volksmissionar in Gelsenkirchen und in Aachen begann 1970 die Zeit als Gefängnispfarrer in Saarbrücken in der dortigen Justizvollzugsanstalt. Für immerhin rund 800 Gefangene sollte er Seelsorger sein. „Vom kleinen Strauchdieb bis zum Mörder war alles vertreten,“ schmunzelt er heute noch. Er gründete einen Gefangenenchor und kam mit ihnen des Öfteren an den Wochenenden in sein Kloster Maria Engelport, um sie auf die Freiheit vorzubereiten. Es war auch jeweils ein Sozialarbeiter oder ein Psychologe bei diesen Wochenendfahrten dabei, denn der erste Schritt zurück in die Normalität barg doch einige Risiken und Gefahren für langjährige Gefängnisinsassen. Der Jubilar freut sich: „Keiner der mir anvertrauten Menschen hat diese Maßnahmen zur Wiedereingliederung zu einem Fluchtversuch genutzt.“
1988 übernahm P. Beringer die Pfarrei Mastershausen im Hunsrück. „Wir hatten uns scheinbar gesucht und gefunden, wobei natürlich der liebe Gott auch ein glückliches Händchen hatte“, so der Originalton von Johannes. Seine wachsende Beliebtheit zeigte sich u. a. darin, dass innerhalb kurzer Zeit die Zahl der Messdiener, zusammen mit der Filiale Sosberg, von zuerst 12 Mädchen und Jungen auf stolze 93 empor schnellte.
Gesundheitliche Probleme ließen es im Jahr 2000 geraten erscheinen, die Pfarrstelle aufzugeben. Aber auch heute noch feiert er  -  obwohl im Ruhestand  -  zusammen mit einem Diakon Hl. Messen in den Kirchen von Buch, Kastellaun und seinem geliebten Mastershausen. Auch im Kloster hält er regelmäßig die Werktagsmesse und steht für Menschen zur Verfügung, die das Sakrament der Beichte empfangen wollen.

Eine große Schar von Gratulanten war am Jubiläumstag  -  obwohl es „Weißer Sonntag“ war  -  nach Engelport gekommen, um Gott für diese Jahrzehnte priesterlichen Wirkens zu danken.
In seiner Predigt zog P. Superior Wolfgang Boemer OMI zu drei Worten aus dem Evangelium des Sonntags Parallelen zum Leben des Jubilars. Ein herzhaftes „Mein Herr und mein Gott!“ hatte es geprägt und durchformt. „Friede sei mit euch!“ und „Empfangt den Heiligen Geist!“ waren Worte Jesu als Zusage an P. Beringer, der seinerseits als Priester diese Verheißungen an die Menschen weitersagen durfte.
Auch dem Jubilar wurde beim Empfang in einer Reihe von Grußworten für seine aufmerksame, liebenswürdige Art und Weise gedankt, wobei so manche Anekdote erzählt wurde, die schallendes Gelächter auslöste.

Nach seinem schönsten Erlebnis gefragt, huscht ein verschmitztes Lächeln über sein Gesicht. „Die Seelsorge mit den Gefangenen, die mir sehr oft ihr Herz ausschütteten und auch die Arbeit mit der Jugend haben mir den meisten Spaß gemacht, vor allen Dingen dann, wenn die Messdienerinnen und Messdiener selbst die Gottesdienste bei Krippenspielen, zu St. Martin, zu Nikolaus, zum Muttertag oder auch am Dreikönigsfest selbst gestalteten“, antwortet dann der knapp 80-jährige Pater. Es liegt dabei eine stille Freude auf seinem Gesicht, man merkt ihm sein erfülltes, von einem tiefen Glauben getragenes Leben an, das noch heute Vorbild und Ermutigung sein kann.

       

P. Wolfgang Boemer OMI

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